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Tinnitus - Das müssen Sie über die Ohrgeräusche wissen

Kurzzeitiges Pfeifen im Ohr, Ohrensausen oder Ohrenrauschen ist ganz normal. Wie ein plötzlicher Piepton aus dem Radio oder dem Mikrofon. Man hält sich instinktiv die Ohren zu – bringt aber nichts, denn der Ton kommt von innen. Diese Ohrgeräusche sind zum Glück meist nicht von Dauer. Von Tinnitus spricht man erst, wenn das Ohrensausen länger anhält – etwa über 48 Stunden hinaus. Doch Tinnitus-Patienten erleben weitaus Schlimmeres: Über Wochen, Monate und Jahre plagt das Ohrensausen, Brummen, Rauschen oder Pfeifen. Dabei hat jeder Betroffene individuelle Symptome, „seinen“ Tinnitus, der nicht mehr weggehen will und dem mit individueller Therapie begegnet werden muss.

Mehr als drei Millionen Deutsche leiden sehr unter dem Tinnitus im Ohr oder im Kopf. Wegen des hohen Leidensdrucks und der oft unbefriedigenden und erfolglosen Behandlungen folgt ein regelrechter Irrweg durch den Dschungel der Therapieoptionen. Da ist es gut, sich rechtzeitig zu informieren, damit aus dem leisen Pfeifen im Ohr keine endlose Leidensgeschichte erwächst.

Keine Krankheit, sondern ein Symptom

Tinnitus wird manchmal falsch als „tinitus“ buchstabiert. Tinnitus aurium ist der medizinische Fachbegriff und bedeutet wörtlich übersetzt „Klingeln im Ohr“. Dieser Begriff wurde im alten Rom geprägt, denn schon in den alten Hochkulturen war das Volksleiden bekannt über die Jahrhunderte ist es in diversen medizinischen Abhandlungen wieder und wieder beschrieben worden. Tinnitus bezeichnet ein Geräusch, das nur der Betroffene selbst hört. Die Ohrgeräusche kommen von keiner äußeren Schallquelle.

Ursachen für einen Tinnitus können ganz unterschiedliche Krankheiten sein: Krankheiten innerer Organe, Krankheiten im Ohr, Krankheiten der Nerven und im Gehirn, Krankheiten der Seele. Denn Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom.

Tinnitus als Symptom zu verstehen, fällt vielen schwer. Vielmehr macht man sich Sorgen, die Ohrgeräusche könnten das Gehör schädigen. Doch diese Sorge ist unberechtigt. Schwerhörigkeit tritt zwar häufig zusammen mit Tinnitus im Ohr auf, doch als Folge von Hörsturz, Lärmschädigung oder Altersschwerhörigkeit. Je nachdem, welche Seite betroffen ist, hört man den Tinnitus auf einem Ohr.

Oftmals seelische Ursachen

Ein beidseitiger Tinnitus kann durch Stress oder seelische Krankheiten entstehen. Ohrensausen führt zu Stress und verursacht auf Dauer Schlafstörungen, Depressionen und Angsterkrankungen. Doch soweit muss es nicht kommen – denn mit Willenskraft und der richtigen Bewältigungsstrategie können die Betroffenen ein glückliches und erfüllendes Leben führen, trotz chronischem Tinnitus!

Wichtig ist der rechtzeitige Gang zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt). Dieser kann die Ursache für das Ohrensausen wie etwa Hörsturz feststellen und rasch eine Behandlung einleiten. Ein neu aufgetretener Tinnitus verschwindet oft von allein. Bei akutem Tinnitus unterstützt der Arzt den Selbstheilungsprozess mit Infusionen, Entspannungsverfahren und psychologischer Beratung.

Chronischer Tinnitus schwer zu behandeln

Beim chronischen Tinnitus sieht das leider ganz anders aus. Man spricht auch von einer Störung in der Hörverarbeitung. Diesen Prozess im Gehirn wieder rückgängig zu machen, gelingt meist nicht. Eine Gewöhnung an den Tinnitus im Ohr ist hingegen möglich. Darauf zielt die Behandlung des chronischen Tinnitus, des Volksleiden Tinnitus ab.

Einfühlungsvermögen des Arztes und Geduld auf beiden Seiten braucht es für die Behandlung von chronischen Ohrgeräuschen. Die psychische Belastung durch das Ohrensausen muss im Gespräch und mit Fragebögen geklärt werden. Diese Belastung durch Ohrenrauschen kann mit vielen verschiedenen Behandlungsmethoden aufgelöst werden. Gegen den Tinnitus im Gehirn ist bislang noch kein Wirkstoff entwickelt worden, der nachweisbar wirksam und verträglich ist, weder mit Gentechnik, noch mit Naturheilverfahren. Doch ein Leben mit Tinnitus im Ohr und voller Genuss und Lebensfreude ist möglich!  

Weiterlesen: Wissenswertes über Tinnitus

Meist tritt er zwischen dem 40. Und 60. Lebensjahr auf und wird von Tinnitus begleitet. Früher wurde er auch Managerkrankheit genannt, weil man ihn Stress und körperlicher Überbelastung in Verbindung brachte, doch seine genaue Ursache liegt bis heute im Dunkeln. Die Rede ist vom Hörsturz. 

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Wie und wo entsteht Tinnitus? Im Ohr, also dort, wo aus dem Aufprall von Schallsignalen der anatomische Prozess des Hörens entsteht? Oder spielt uns das Gehirn einen Streich und das Ohrgeräusch, das wir Tinnitus nennen, existiert im physikalischen Sinne gar nicht?

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Tinnitus ist eine Volkskrankheit – in Deutschland hat rund jeder Vierte Tinnitus schon erlebt, 13% davon dauerhaft. Jährlich entwickeln 340.000 Menschen einen Tinnitus. Unter ihnen empfinden nicht wenige einen starken Leidensdruck und sind dringend behandlungsbedürftig. 

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Tinnitus ist eine komplizierte Erkrankung, die sich nur schwer objektiv messen lässt. Fragebögen, die die psychische und körperliche Belastung eines von Tinnitus Betroffenen einschätzen, werden momentan...

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Gerade neuen Behandlungsverfahren, die werbewirksam angepriesen werden, sollte mit gesunder Skepsis begegnet werden. Nicht gerade selten fehlt es diesen an wissenschaftlichen Standards. Ein Kurzüberblick zu Studienlage und aktuellen Forschungsansätzen zur Tinnitus-Therapie. 

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Anfang Dezember versammelte sich die internationale Prominenz der Tinnitusforschung im Rahmen des 17. Tinnitussymposions zum Erkenntnisaustausch aus medizinischer Forschung und therapeutischer Praxis im Kaiserin-Friedrich-Haus der Berliner Charité.

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