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Eigenproduktionen


Ill-Fated - Last Decision
Von Philipp Schlee


Eigenproduktion
VÖ: August 2005
Homepage: http://www.ill-fated.de/
Stil: Death Metal
Spielzeit: 33:11 min.

ILL-FATED kommen aus Hamburg, lärmen sich bereits seit 1997 gemeinsam durch den Undergrund und legen mit "Last Decision" ihre zweite Veröffentlichung vor - soviel zu den Hard Facts. Die Assoziationen zu DEW-SCENTED und ILLDISPOSED, die mir beim erstmaligen Lesen des Namens dieser Combo sponton in den Sinn gekommen sind, gehen in eine vollkommen falsche Richtung, dafür sind die Norddeutschen viel zu sehr im Todesblei der alten (amerikanischen) Schule zu Hause. Konkrete Vorbilder sind allerdings schwer auszumachen, da ILL-FATED munter zwischen eher simplen, groovigen Passagen, düster-bedrohlichen Momenten sowie komplexen und recht sperrigen Parts hin und her springen. Selbst ultramelodische Gitarren-Soli finden im Soundcocktail der Band Platz.

So befinden sich insgesamt acht abwechslungsreiche Songs auf "Last Decision", wobei es sich bei den ersten vier Tracks um neue Kompositionen und bei den letzten vier um remasterte Versionen der Titel des "Lost Forever"-Demos handelt. Abgesehen davon, dass die neuen Songs durch ein ausgewogeneres Verhältnis aus heftigen Knüppel-Parts und melodischen Passagen etwas homogener und eingängiger erscheinen, ist kein großer stilistischer Unterschied zwischen den beiden Teilen des Albums festzustellen. Wobei ich dem geneigten Hörer eher die ersten vier Tracks ans Herz legen würde, denn der bösartige Opener "Dawn Of The Dead" (stillvoll eingeleitet durch coole Samples aus dem gleichnamigen Zombie-Klassiker), der teils groovige, teils recht komplexe Highspeed-Death/Thrasher "Bestial Carnage" oder der eingägige Titeltrack zeigen deutlich, dass großes Potential in dieser Band steckt. Hinzu kommt, dass man für die Produktion auf die Hilfe des Spacelab Studios (u.a. AVULSED, ANCIENT RITES) zurückgegriffen hat und der Sound somit deutlich über dem Niveau, das man sonst von Eigenproduktionen gewohnt ist, liegt. Auch die Aufmachung der CD kann sich durchaus sehen lassen und somit gibt es eigentlich keinen Grund für den anspruchsvollen Todesmetaller, sich dieses überdurchschnittlich gute Stück Underground entgehen zu lassen.

8 / 10 Punkte



Tinnitus Bewertungsskala:
0-2 Müll! 3-4 Gerade noch hörbar 5-6 Mittelmaß 7-8 Gut 9 Spitze 10 Perfekt
 


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