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Important Records
VÖ: Sommer 2009 (US)
Artistpage
Spielzeit: 36:15
Stil: Psychedelic/Experimental/Folk
Wer zu den Privilegierten gehört, die Grails auf ihrer jüngsten Tour gesehen zu haben, dem muss von der Einzigartigkeit dieser Band nix mehr erzählt werden. Schlagzeuger (und je nach Song Gitarrist) Emil Amos frönt neben seiner Tätigkeit bei der Band OM noch seinem ganz eigenen Projekt Holy Sons, und das nicht erst seit gestern, ist Drifters Sympathy doch bereits die sechste Veröffentlichung unter diesem Namen. Und da tobt der Mann sich aus. Streckenweise wesentlich reduzierter als sein Schaffen bei den Grails, lässt er hier zumeist dichte, malerische Gitarren-, Synthie- oder einfach nur Rauschspuren entgleiten, untermalt von minimalen Rhytmuselementen, oft elektronischer Herkunft. Und er singt, und das nicht schlecht, auch wenn er sich damit meist eher im Hintergrund hält. Einfach machen es sich und andern seine Kompositionen nicht. Dafür sind sie eben zu wenig auf Aufmerksamkeit aus - einzige Ausnahme wohl More Mind Briars, ein regelrecht eingängiges Stück, bei dem man fast schon von Folk-Pop sprechen möchte. Doch zumeist schwebt Emil in anderen Sphären, lässt seine Tonfabrikate galant entlang gleiten, webt hier und da gekonnt alte Film-Samples ein, und verharrt so in einem unaufgeregtem, schwirrendem Psychedelic-Klang. Das erinnert von der Grundästhetik und Klangfarbe her sicher an die eine oder andere Grails Komposition, kommt aber wesentlich weniger kraftvoll und ein bischen verspielter daher. Deutlich nachvollziehbare, aber dennoch experimentelle Musik, die sicher eher für Liebhaber gedacht ist - zum Beispiel solche, die auch mal gerne alte 4-Spur Künstler aus dem Deutschland der 70'er Jahre auflegen. Drifters Sympathy dürfte damit Menschen vorbehalten sein, die sich generell etwas mit psychedelischer, latent kruder Musik anfreunden können. Wer sonderlich Aufregendes sucht könnte sich hingegen etwas langweilen.
7 von 10 Punkten
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