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Important records
VÖ: Anfang 2009 (US)
Bandpage
Spielzeit: 44:56
Stil: Psychedelic/Minimal/Folk/Rock
LSD March sind die ein bischen andere Japanische Band. Wo viele der Kollegen wie Boris, die vielen Acid Mothers Temple Versionen sowie die ganzen Krach-Barden doch eher zu Lärm und dick Auftragen neigen, treten Michishiza Shinsuke und Drummer Takahashi zumeist eher leise. Under Milk Wood ist nach Constellation Of Tradey ihr zweites Album auf Important Records. Das Artwork suggeriert Winter, und aufgenommen wurde im Black Snowflake Sound Studio - da erscheint es passend, dass auch ihre Musik ein wenig nach klirrender Kälte klingt. Psychedelic Winter. Dabei kommt ihr Hang zum folkigen Minimalismus gut zur Geltung. Reduzierte Schagzeugbegleitungen, auch mal in Form von rasselnden, schellenden Cymbals, untermalen dezente, brüchige Gitarren, zu denen diese fremde Stimme leicht apathisch fremde Wörter singt. Ein fast schon steriler Sound, fragile Klanglandschaften, auch mal untermalt von einem Melodica-Drone - gibt es beim Opener noch schrammelige Zerrgitarren und Feedbackgeräusch (in schöner Harmonie zu einer Akustikgitarre), muss man im weiteren Verlauf ein wenig warten, bis es wieder etwas kracht. Dann aber richtig, Dare Ga Hoeru lässt die Riffs dröhnen, die Leadgitarre quicken, das Schlagzeug aufleben, den Gesang verhallen. Plötzlich erinnert man sich an die ganz frühen Monster Magnet. Und auch beim letzten Stück leben nach einer Weile dezent hypnotischem Klang plötzlich die elektrifizierenden, psychedelischen Gitarrenklänge auf. LSD March machen keine Musik zum abbrocken, dafür sind diese Momente zu selten. Sie machen Musik, deren Schönheit im Detail zu finden ist, die es verlangt, sich ihr hinzugeben. Die nicht das Gefühl einer donnernden Lavine transportiert, sondern eines kalten Winterhauches. Und Humor haben sie auch, gibt es hinten versteckt noch ein bischen Studioblödelei mit Produzent Richard Horner zu hören.
8 von 10 Punkten
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