|
Label: Wacken Records/Armageddon Music
Vö: 07.11.08
Laufzeit: 60:04
Stil: Stoner/Heavy Rock/Doom Metal
Homepage
Zugegeben: Während der gesamten ersten Phase des Hypes um Gorilla Monsoon (die Jungs gewannen 2005 den Metal Battle) habe ich gedacht, es würde sich nur um eine kurzzeitige Angelegenheit halten. Viel heiße Luft und sonst nichts. Als ich dann das relativ begeisterte Review unseres Maestros las, musste ich zwangsläufig ein Ohr riskieren und war von Damage King auch sehr schnell angefixt. Nun schieben die Dresdener zweieinhalb Jahre später das Zweitwerk Extermination Hammer nach und soviel sei jetzt schon angemerkt: Das Ding ist verflucht gut geworden. Schon der Opener Rock Me Over ist so schweinecool, dass man kaum still sitzen kann. Das Niveau wird aber locker gehalten - tonnenschwere Groovemonster wie My Way, den brillanten Titeltrack oder Codeine Commander hört man in der Qualität eigentlich nur von klassischen Südstaaten-Meistern. Die schimmern auch immer wieder durch: Down, Crowbar oder auch Corrosion of Conformity sind fast omnipräsent. Trotzdem, und das ist wohl eine der größten Leistungen des deutschen Quartetts, hören sich Gorilla Monsoon immer wie Gorilla Monsoon an. Jack Sabbath hat seiner ohnehin schon kräftigen Stimme noch einiges an Grobschliff gegeben und klingt einfach nur perfekt für diesen wuchtigen Bastard aus Doom und Stoner Rock, die Gitarren braten und braten und die Rhythmussektion treibt jedes einzelne Riff meilenweit nach vorne. Extermination Hammer besteht aber nicht nur aus gradeaus rockenden Vierminütern, die teilweise überlangen Songs driften immer wieder in psychedelische Gefilde ab, was der ganzen Angelegenheit das nötige Maß an Abwechslung beschert. Gorilla Monsoon haben hier voll ins Schwarze getroffen, rocken gleichzeitig lässig und tonnenschwer und katapultieren sich damit quasi über Nacht direkt an die Spitze des internationalen Stoner/Heavy Rock-Geschäfts.
9 von 10 Punkten
| |