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Reviews


Apostles Of Solitude - Sincerest Misery
Von Thorsten Frahling

Label: Eyes Like Snow
VÖ: 10.10.2008
Homepage
Spielzeit: 71:07

Nach zwei vielversprechenden und im Untergrund nicht zu unrecht vielbeachteten Demos gibt Eyes Like Snow Records den Jungs von Apostles Of Solitude nun endlich die Chance ihre Musik als Longplayer zu veröffentlichen und hoffentlich ein paar mehr Menschen zugänglich machen zu können. Die Jungs walzen sich hier durch insgesamt 71 Minuten Doom Metal in seiner pursten Form,inklusive Hidden Cover Track. Soweit so gut. Das Problem ist, das das Album ein wenig zu lang ist. Ein Track weniger hätte es auch wohl getan. Und zwar das melodiöse Instrumental "The Dark Tower", denn der dümpelt irgendwie so vor sich hin, ein wenig psychedelisch aber irgendwie zu langatmig und unspannend. Der Rest des Albums ist aber besser. Seien es nun ultramassive Doomwalzriffs, das gediegene Midtempo, über das die Apostles höchst selten hinauskommen oder aber vor allem die zweistimmigen Leadgitarrenpassagen, bei denen natürlich Erinnerungen an die guten alten Tage von Trouble aufkommen. Überraschend gut, wenn auch nicht immer ganz perfekt, ist der Gesang von Gitarrist und Ex-The Gates Of Slumber Trommler Chuck Brown, der wirklich Emotionen und eigene Erfahrungen in seinen Lyrics rüberzubringen scheint und sich manchmal auch all den Furst und den Schmerz von der Seele brüllt. Das sagt mir persönlich doch sehr zu. Vor allem in einem Song wie dem abschließenden Titeltrack, bei dem man 14 Minuten sehr gut auch in seinem eigenen Schmerz versinken kann und der mir zur Zeit auch irgendwie aus der Seele spricht. Aber auch Songs wie das fiese "Confess" oder "A Slow Suicide", passend schnell übrigens vor sich hinkriechend und erst ab Minute 5 ein wenig Fahrt aufnehmend, sind nicht von schlechten Eltern und leben von teilweise sehr minimalistischen Riffs, geschickt ausgeklügelten Arrangements aber auch von sehr guten Soli. Mein Lieblingsstück ist vermutlich wohl das midtempolastige "Last Tears" mit seinem coolen Wahpart, den interessanten Percussionsounds und den cool stampfenden Riffs. Bis auf die kleien Ausnahme bieten die Apostles Of Solitude also ein ordentlichen Pfund Heaviness für alle Doomfreaks die sich diese Scheibe mal auffen Einkaufszettel schreiben sollten!

7,5/10



Tinnitus Bewertungsskala:
0-2 Müll! 3-4 Gerade noch hörbar 5-6 Mittelmaß 7-8 Gut 9 Spitze 10 Perfekt
 


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