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Label: Megapress (Soulfood)
Vö: 26.01.07
Laufzeit: 44:49
Stil: Indie/Rock
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Wa? Die neue Incubus? Ach ne, doch nicht. Das waren so in etwa die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf gingen als die neue Scheibe der Sushifarm zum ersten Mal rotierte. Denn die vier deutschen Jungs fahren schon im flotten Opener "Again" derart die Boyd & Co.-Schiene, dass man gar nicht so richtig weiß man sagen soll. So richtig lösen können sich Sushifarm von den offensichtlichen Vorbildern aber auch im Laufe ihres LP-Debüts nicht. Auch wenn im Promoblatt, für mich unverständlicherweise, die Chili Peppers zitiert werden, Incubus sind auf "Eat It Raw" einfach omnipräsent, was auch an Sänger Martin Pirner liegt, der phasenweise erschreckend nach Brandon Boyd klingt - dass das nur als Kompliment gewertet werden kann, is klar. Hat man sich damit abgefunden, wenig Neues zu finden und ein akustisches Dejà Vu nach dem anderen zu bekommen, kristallisieren sich einige starke Stücke heraus. Das schon genannte "Again", die tolle Ballade "Too Dark", das angenehm funkige "Hero" und das extrem laid-backige (gibt's das Wort?) "Whatever". Auf der anderen Seite gibt es aber auch Songs wie "One Way Out" oder "No Life", die guten Gewissens unter die Kategorie "mir doch egal" fallen. Letztlich überwiegen die guten Momente aber deutlich, denn eben genau wie Incubus (och nö, schon wieder...) spielen Sushifarm größtenteils intelligent mit relaxtem Gute-Laune-Feeling und angenehmer Sommernachtsmelancholie, was für die kommenden beiden Jahreszeiten wie gerufen kommt. Auf der nächsten Scheibe ein bisschen experimentierfreudiger und eine Hand voll eigene Ideen mehr, dann gibt's aller Voraussicht auch noch n bisschen was obendruff. Für den Moment geht das aber alles in Ordnung und wer sich das Album zulegen sollte, ist auch klar oder? Na bitte, denn viel Spaß beim Grillen.
7,5 Punkte
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