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Transubstans Records
Vö.: 2006
www.myspace.com/villebrad
www.villebrad.com
Spielzeit: 39:38
Stil: Prog Rock / Art Pop
Wie praktisch! Nachdem sich die schwedischen Landsleute LIQUID SCARLET kürzlich wegen beginnender Superstar-Karriere ihres Frontmanns aufgelöst haben steht mit Villebrad schon eine Band in den Startlöchern, die mit einem ähnlichen Ansatz musiziert: schwermütige Klänge von Mellotron und Gitarren treffen auf eingängige, fast schon poppige Melodien. Villebrad gehen dabei noch deutlich eingängiger als Liquid Scarlet oder die Urväter Anekdoten zu Werke, gleichzeitig erfreut die sehr geschmackvollle Rhythmusarbeit - immer luftig und dezent, trotzdem sehr filligran.
Kern von Villebrad ist das Bruderpaar um Pahl (voc, guitar) und Erik Lundström (drums, synth). Ein Bassist und Keyboarder in Personalunion vervollständigt das Trio aus der Musikerhochburg Uppsala. Den Sound der Band verorten Plattenfirma und die Künstler selber zwischen King Crimson und Ultravox, das ist jedoch als würde man behaupten dass Hamburg zwischen Norwegen und Portugal liegt - man hätte nicht gänzlich unrecht, kommt der Sache aber trotzdem nicht richtig auf den Grund. Von der überbordenden Experimentierfreudigkeit und Vertrackheit der Dark-Prog Helden sind Villebrad eben so weit entfernt wie von den New-Wave - Pophymnen von Ultravox.
Aber mit Songwriting-Perlen wie "Periferi" (für mich einer der stärksten Songs des Jahres) im Gepäck braucht man eigentlich sowieso keinerlei Vergleiche zu fürchten, von daher begraben wir das leidige Thema mal lieber wieder.
Villebrad erzeugen ihre ganz eigene Klangwelt und für das i-Tüpfelchen darauf sorgt der meisterhaft einfühlsame, zerbrechlich klingende aber klar intonierte Gesang von Pahl Lundström: in für unsere Ohren etwas verschroben klingenden Schwedisch vorgetragen macht er einen eminent wichtigen Teil der märchenhaften Grundstimmung aus. Einfach bezaubernd!
Eine wunderschöne Scheibe und der perfekte Wärmespender für die düster-kalten Tage dort draussen.
9 / 10 Punkten
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